Slowakischer Rauhbart
von Schrot & Korn

Tagebuch des B-Wurfes

Dieses Mal möchte ich das Tagebuch nicht erst mit der Geburt der Welpen, sondern bereits bei der Entstehung beginnen.

Die Reise
In der momentanen Situation sollten Reisen genau überlegt und abgewogen werden.
Ich habe sicherlich nicht leichtfertig entschieden und einige Alternativen in die Überlegungen miteinbezogen.

Wäre nicht eine "kontaktfreie" Unterbringung und sogar ein zumindest zwischen den Zweibeinern "kontaktfreies" Zusammentreffen der Hunde möglich gewesen, wären die erwähnten Alternativen ratsamer gewesen.

Den Zeitpunkt der Abreise bestimmte dieses Mal nicht (nur) der passende Progesteronwert von Käthe, sondern ebenfalls mein negatives PCR Testergebnis. Bei Einreise durften das Ergebnis nicht älter als 72 Stunden sein. Wer bereits einen PCR Test gemacht hat weiß, dass man den Befund i.d.R. erst 48 Stunden nach Abstrich in Händen hält.

Vor Ort
So erreichten wir mit reichlich Proviant in den frühen Morgenstunden unsere Unterkunft für die kommenden Tage. Ein einsam im Wald gelegenes Jagdhaus.


Der Rüde lebt etwa zwei Kilometer (querfeldein) entfernt vom Jagdhaus. Da er in Zwingerhaltung lebt, konnten wir ihn jederzeit auf dem eingezäunten Grundstück besuchen, ohne dabei auf den Besitzer zu treffen.


Am Ankunftstag brachte sein Besitzer Atari mit zum Jagdhaus und ließ ihn für uns aus dem Kofferraum, damit wir ihn kennenlernen konnten.
Der Rüde bestätigte das uns beschriebene angenehme Wesen, wie auch sein harsches und dichtes Rauhhaar.
Er ist ein Slowakischer Rauhbart mit passender Knochenstärke, Substanz und von mittlerer Größe.


Beide Hunde machten es spannend und waren sich erst einig, als unser Proviant fast aufgebraucht war.

Für die Rückkehr nach Deutschland bedurfte es eines erneuten Tests auf Covid-19 mit negativem Ergebnis und bei Ankunft einer Quarantäne im eigenen Heim.
Züchter sind ohnehin schon ein "verrücktes Völkchen".
In diesem Fall trotz FFP2-Maske, Einweghandschuhen und weiterer Maßnahmen sicher noch mehr.

Sicher hätte ich es (für jemanden ohne tieferen Einblick in die Zuchtbasis) deutlich einfacher haben können.
Zum Beispiel mit einer Wiederholungsverpaarung mit dem eigenen Rüden oder aber eine Verpaarung mit einem der weiteren in Deutschland lebenden Rüden mit VDH Zuchtzulassung.
Da aber die meisten in Deutschland lebenden Rüden einige der viel vorhandenen Linien in sich tragen, hätte es züchterisch für die nachfolgende Generation einen Nachteil bedeutet.
Zudem sind nicht alle Rüden (genau wie Käthe) reinerbig auf rauhaar, so dass aus solch einer Verpaarung theoretisch ein Viertel kurzhaarige Welpen fallen kann.
Bei den jungen Rüden würde ich (aus meiner Sicht und Erfahrung) sowohl im Bezug auf die Fellqualität, als auch auf jagdliche Praxis nach den Prüfungen noch die weitere Entwicklung abwarten, bevor ich ihn wähle.

Ich werde sicher die Neugier der Welpeninteressenten und natürlich meine eigene mit einem Ultraschall stillen und hoffe, dass Atari und Käthe instinktsicher waren, den perfekten Zeitpunkt kannten und wir im April Welpen aus den beiden erwarten dürfen.

Trächtigkeit
Am 25. Tag konnte per Ultraschall die Trächtigkeit nachgewiesen werden. Wer freuen uns riesig und sind sehr gespannt auf die Welpen.

Die Geburt und die ersten beiden Wochen

Freud und Leid liegen sehr nah beieinander...
Die Geburt dauerte länger als beim ersten Wurf und noch bevor der letzte Welpe geboren werden konnte, hörte sein Herz auf zu schlagen.
Einer der sieben Welpen entwickelte sich zwei Tage nach der Geburt zum Sorgenkind.
Die Kleine und auch wir kämpften... verloren aber.
Auch wenn man sich bewusst ist, dass es leider nicht selten vorkommt, so weiß ich erst jetzt, wie es sich anfühlt.
Die verbliebenen sechs Welpen entwickeln sich glücklicherweise prächtig.
Der Zuchtwart war bereits an Tag 9 zur Erstbesichtigung und mit allem sehr zufrieden.
Die Augen öffnen sich bereits und die ersten Welpen starten wackelige Gehversuche.